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Richard von Weizsäcker Fellow Colleen Thouez

Colleen Thouez

Colleen Thouez arbeitete 17 Jahre lang in Spitzenpositionen bei den Vereinten Nationen. Dann gründete sie den Mayors Migration Council, der Städten eine Stimme in der globalen Migrationspolitik gibt, und eine Hilfsorganisation für ukrainische Kinder.

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My question

„Wie können kommunale und subregionale Ansätze zur Qualifizierung und Beschäftigung echte Wege von der Bildung in den Beruf eröffnen?“

Mehr über Colleen Thouez

Colleen Thouez verknüpft seit mehr als 30 Jahren Menschen auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene mit dem Ziel, Gemeinschaften zu schaffen, die Neuankömmlingen und vor allem jungen Menschen echte Chancen auf Erfolg bieten. Sie wuchs als Tochter von Einwanderern in erster Generation zwischen den anglophonen, frankophonen und allophonen Communities in Montreal auf. Sie studierte Internationale Beziehungen an der McGill University und promovierte in internationalem Recht an der Fletcher School of Law and Diplomacy der Tufts University. 

Ihre Berufslaufbahn begann bei den Vereinten Nationen, wo sie insgesamt 17 Jahre arbeitete. Von 2004 bis 2010 leitete sie in New York das UN-Institut für Ausbildung und Forschung (UNITAR) und gehörte damit zu den Jüngsten, die je auf eine Direktorenposition berufen wurden. Von 2016 bis 2018 war sie Sonderberaterin von Sir Peter Sutherland, dem Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs für internationale Migration. 

Überzeugt davon, dass Städte globale Politik nicht nur umsetzen, sondern auch verbessern können, gründete sie den Mayors Migration Council und 2019 bei den Open Society Foundations den Global Cities Fund for Pandemic Relief, die Städten erstmals formal in die migrationspolitischen Debatten der UN einbezogen. Kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 gründete sie Europe Prykhystok mit, eine Hilfsorganisation, die mit Hilfe von Städtepartnerschaften schon mehr als 2.000 ukrainischen Kindern Erholungsaufenthalte bei Gastfamilien in Frankreich, Deutschland und Polen ermöglicht hat. 

Colleen Thouez ist Mitgründerin des Beirats des Global Centre for Climate Mobility. Als Vizepräsidentin bei der National Association of Higher Education Systems (NASH) verantwortet sie seit 2021 Programme, die den Übergang von Bildung in Beschäftigung erleichtern. NASH ist der größte Verband staatlicher Universitäten in den USA und vertritt 1.200 Hochschulstandorte mit 13,9 Millionen Studierenden. Colleen Thouez lehrte unter anderem an der Sciences Po Paris, der Columbia University, der American University, der Duke University, der New School und dem Bard College. 

Als Richard von Weizsäcker Fellow untersuchte sie, wie kommunale und regionale Ansätze für Qualifizierung und Beschäftigung wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg fördern können. Im Fokus stand für sie dabei auch, wie sich dadurch gesellschaftliche Gräben überwinden und wirtschaftliche und soziale Ziele besser miteinander verbinden lassen. 

Berlin, Februar 2026
Lebenslauf

2022    Mitgründerin und Vorsitzende des Beirats von Europe Prykhystok, gemeinsam mit Benjamin Abtan; die Initiative ermöglicht vom Krieg betroffenen ukrainischen Kindern Aufenthalte in Frankreich und Deutschland 

seit 2021   Vice President for Workforce Development, National Association of Higher Education Systems (NASH), mit 90 öffentlichen Hochschulsystemen, 1.200 Standorten und 13,9 Millionen Studierenden 

2018–2021   Gründungsdirektorin des Bereichs Welcoming and Inclusive Cities, Open Society Foundations (OSF), New York 

2016–2018    Sonderberaterin von Sir Peter Sutherland, UN-Sonderbeauftragter für internationale Migration 

2010–2019   Gründerin des Mayors Mechanism beim Global Forum on Migration and Development (GFMD); Gründerin und Direktorin des Mayors Migration Council (MMC) sowie des Global Cities Fund for Pandemic Relief 

2004–2010   Direktorin, UN-Institut für Ausbildung und Forschung (UNITAR), New York 

2003–2004   Senior Policy Adviser / stellvertretende Policy-Direktorin, Global Commission on International Migration, Genf, eingesetzt von UN-Generalsekretär Kofi Annan 

1999–2002   Politische Arbeit zu Asylfragen beim UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR), Genf 

1999   Promotion in internationalem Recht, The Fletcher School of Law and Diplomacy, Tufts University 

1995   M.A. in Internationalen Beziehungen, McGill University, Montreal  

1994   B.A. in Politikwissenschaft, McGill University, Montreal; Zertifikat in Internationalen Beziehungen, Aix-Marseille III 

1971   Geboren in Québec, Kanada 

Colleen Thouez's Richard-von-Weizsäcker-Fellowship

Von Bildung in den Beruf: Aufstieg ermöglichen, Gräben überwinden 

Als Richard von Weizsäcker Fellow beschäftigte sich Colleen Thouez mit dem Übergang von Bildung zu Beruf. Im Vergleich zwischen den USA und Deutschland untersuchte sie, wie Gesellschaften Menschen auf das Arbeitsleben vorbereiten und welchen Beitrag das zu wirtschaftlichem und sozialem Aufstieg sowie zur Stabilität der Demokratie leisten kann. 

Wege von der Bildung in den Beruf öffnen 

Als Vice President for Workforce Development bei der National Association of Higher Education Systems (NASH), dem größten Zusammenschluss öffentlicher Universitäten in den USA, entwickelt Colleen Thouez Programme, die Studierenden und erwachsenen Lernenden bessere Wege von Bildung in Beschäftigung eröffnen und so ihre wirtschaftlichen und sozialen Aufstiegschancen verbessern. 

Während ihrer Fellowship tauschte sie sich mit führenden Einrichtungen und Initiativen in Deutschland aus, die an der Schnittstelle von Qualifizierung und Beschäftigung arbeiten. Dabei ging es ihr vor allem um die Frage, welche konkreten Ansätze auf kommunaler und regionaler Ebene wirksam werden können. In diese Überlegungen brachte sie ihre Erfahrung aus Hochschulbildung und Migration ebenso ein wie ihre langjährige Zusammenarbeit mit lokalen Partnern an koordinierten, am Menschen orientierten Lösungen. 

Gemeinsame Ziele trotz gesellschaftlicher Gräben 

Die Zukunft von Arbeit und Beschäftigung ist gesamtgesellschaftlich relevant und kann daher Menschen über soziale und politische Trennlinien hinweg verbinden, so Colleen Thouez. Im Rahmen ihrer Zeit an der Robert Bosch Academy untersuchte sie, wie sich verhärtete politische Gegensätze überwinden lassen, um gemeinsame wirtschaftliche und soziale Ziele zu verfolgen, vor Ort ebenso wie auf nationaler Ebene. Sie setzte dazu ihre Expertise ein, internationale, nationale und lokale Akteure miteinander zu verbinden und große strategische Ziele in konkrete Lösungen vor Ort zu übersetzen. Qualifizierung und Beschäftigung auf kommunaler Ebene können ihrer Ansicht nach ein Feld sein, auf dem selbst gespaltene Gesellschaften wieder gemeinsame Interessen entdecken.

Geschichte

Die Super-Connectorin

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Last updated on 27.08.2026

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